Pia Birtel Andrea Nipkow Cornel Stähli Alessandra Villa Michael Künzle
   

Wintersemester 2006-2007
REITZENTRUM ZÜRICH NORD

 



   

Ort / ZH / Nord
Die Parzelle liegt am Stadtrand, zwischen dem letzten Stadtquartier der “Little Big City” und der beginnenden Agglomeration, zwischen Stadt und Nichtstadt. Bewusst wählen wir einen Ort aus, welcher mit der einen Gesichtshälfte zur Stadt und mit der anderen aufs Land schaut. Anzunehmen ist, dass die meisten Besucher und Benutzer per Auto ankommen und bequem in der Nähe parkieren wollen. Umliegend findet man enge Reitwege vor, die entlang Ackerland und Gewerbe führen. Benachbarte Bauernhöfe profitieren vom Boom des Reitsportes durch neue Verdienst-
möglichkeit bei Stallung, Futter, Auslauf. Tierkliniken, Parkierung für Anhängewagen, Pubs und Steak-Restaurants komplettieren den Kreis. Die Wahl fiel auf einen Ort mit Einzug von Zürich Nord und Aargau. Sinnvollerweise wollen wir in das Spezifische eintauchen.

Reiten / Sport / Hobby
Vorlieben der noblen Klasse pflegen über Jahre abzusteigen. Böse Zungen sprechen von Vulgarisierung der Reitkunst. Ähnliches geschah mit Golf, Krimi-
Schreibkunst, Pfeiferauchen, Whisky-Trinken und Oldtimer-Sammlerkunst. Zweifelsohne hat sich im Zuge der Anglomanie der Reitsport bis in die Mittelklasse verbreitet: als Spitzensport und Dressur und als Freizeit-Vergnügen und Prestige-Hobby. Zu projektieren sind offene Auslaufgelände und halb ge-
deckte Plätze, Reithalle und Stallungen, sowie viele Nebenräume für das Personal und ein kleiner Klub mit Bar, sanitäre Bereiche und Parkflächen für Normalbetrieb und Turniere. Das konstruktive und tragtechnische Schwergewicht wird bei der weitgespannten Reithalle liegen.

Tendenz
Altneue Architektur thematisiert den konkreten Ort und die spezifische Stimmung eines Bauprogramms. Nach der altneuen Idee haben Stadt und Bauten in Mitteleuropa ihre eigene Melodie, ihr eigenes Gewebe, welches man evolutiv weiterwebt. Right or wrong, it’s our town. Globale
Ästhetik, Unorte, fun city und kommerzielle virtuality interessieren uns nicht. Komfort und Solides stützen die Form, Empirie und Schlichtes animieren die Gestaltung, ganzheitliche Darstellungen und Details helfen bei der Projektierung.

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rev. 14.03.2007
buschmann@arch.ethz.ch