Pia Birtel Andrea Nipkow Cornel Stähli Alessandra Villa Michael Künzle
   

Wintersemester 2005-2006
„iLIFE HOTEL“ ZÜRICH, DREIWIESEN

 



   

ORT
Das Grundstück an der Dreiwiesenstrasse liegt unmittelbar neben dem zukünftigen FIFA-Gebäude in Zürich – Fluntern. Die angrenzende Endstation der Tramlinien 5 und 6 ist bekannt als Ausgangspunkt vieler Spaziergänge in die freie Natur auf dem Zürichberg. Der Zoologische Garten und viele Sporteinrichtungen gelten als beliebte Freizeit-Einrichtungen. Ohne Panorama-Lage, jedoch mit Waldgrenze, langgestreckt und mit ansteigender Topographie bietet die Parzelle einige attraktive Knacknüsse an. Im umliegenden Wohnquartier findet man Bürgerhäuser aus vielen Reformepochen vor, umgebaut, eingewachsen und patiniert über mehrere Generationen.

iLIFE HOTEL
Das Hotel, weniger für Touristen, Kongressteilnehmer und Familien konzipiert, orientiert sich auf Event-Suchende. Gesucht wird ein Mix aus Expeditionscamp, Temporärkloster, Workshop und Internet Café. Konventionelle Hotel-Bilder sind kritisch zu hinterfragen. Erwartet wird, dass aus vertrauten Bildern neue Hotelbilder herzustellen sind und dasselbe soll mit dem Gebrauchswert geschehen. Betroffen werden alle Hotelbereiche, Schlafzimmer und Bäder, Ess- und Begegnungszonen, ja sogar die Einstellhalle soll eine Mischung aus Konventionen und aus Nonkonformem sein. Zugleich wird man während der körperlichen, geistigen und seelischen Regenerierung vor neugierigen Einblicken und attraktiven Ausblicken be- und geschützt.

TENDENZ
Als altneue Analogie bezeichnen wir ein Verfahren, das durch Nachahmung und Verfremdung aus bereits vorhandenen Architekturen eine neue herstellt. Notgedrungen sind diese bestehenden Architekturen – wir sagen auch Referenzen - bereits gebaute, genutzte Dinge und daher leicht patiniert. Bleiben die Referenzen ganz oder teilweise erkennbar, sprechen wir von historisierendem Ansatz; verfremden wir jedoch verschiedene Referenzen derart kunstfertig, dass sie zur neuen Einheit ohne Herkunftsspuren verschmelzen, handelt es sich um einen modernen Entwurf. Altneu ist irgendwo dazwischen angesiedelt, man ahnt das Alte und wird zugleich mit neuer Stimmung konfrontiert.

       

rev. 12.04.2006
buschmann@arch.ethz.ch