wipkingerpark
freizeitfluss


   

WIPKINGER PARK
Links und rechts der Limmat beleben sich die ehemaligen Industrie- und Arbeiterquartiere. Neue Events, Arbeits- und Wohnformen entwickeln sich linksufrig im westlichen Industriequartier, aber auch rechtsufrig im Wipkinger „Im Sydefädeli“. Der Perimeter ist präzise von Ampèresteg, Hardbücke, Kloster-Fahr-Weg und dem verlängerten Fischerweg de niert. Eine neuartige Raumgestalt des umgrenzten Limmatraumes wird entworfen, mit Bauten, Stegen und zeitgemässen Frei ächen am Ufer und im Wasser. Gefragt sind eine masstäbliche Durchwegung beider Ufer, eine Quartieranbindung von Wipkinger- und Escher-Wyss-Platz und eventuell eine neue mittlere Limmatquerung. Vorhandene Stadtelemente, GZ, Flusstreppe und Picknickorte baut man in das Projekt ein. Man integriert Velo-, Renn- und Spazierwege entlang beider Ufer und bindet das vorhandene Wegnetz des Quartiers an. Generell ist das linke und rechte Ufer ortsbaulich und komfortabel zu verbinden.

FREIZEITFLUSS
An vielen Stellen um die Limmat herum entwickelten sich nonkonforme Erholungsorte. Man denke an die Flussbäder Werdinsel, Unterer und Oberer Letten. Verbunden sind sie mit Badekultur, Gourmanderie und verschiedenen Begegnungs-, Spiel- und Sportformen. Es mischen sich verschiedene Freizeitkulturen von Familien, Jugendszenen und Minoritäten. Gebraucht werden überdachte und o ene Plätze, Lunchbuden, Kioske, Umkleidekabinen, freistehende Trennwände, Sonnendächer, Sanitäreinrichtungen und Plakat ächen. Die Limmat aktiviert man für Schwimmen, Baden und Planschen. Um das Wasser von Duschen und Kinderbecken in den Randmonaten der verlängerten Badesaison zu beheizen, konstruiert man vertikale und horizontale Flächen als Solarscreens, wobei es um die formgebende Gestaltung der neuzeitlichen Schikane geht. Architekturformen verstehen wir immer als „gebaute Form“, also begleiten uns die Konstrukteure das ganze Semester. Assistiert von den Landschaftsarchitekten bearbeiten wir minuziös den Aussenraum des Freizeit usses.

ENSEMBLE, ALTNEU, MIDCOMFORT
Ihr wisst schon: unsere Architekturtendenz bleibt unverändert. Das Vorhandene von Ort und Quartier, die üblichen Alltagskonventionen und Baupraktiken sind uns nicht des Teufels. Doch ist eine Erneuerung ein Muss, damit Traditionen weiterleben. Die Mischung von Konvention und Innovation, von Regression und Progression kann man auf viele Arten kochen, am Ende gleicht sie weder den evergreenen Klassikern, noch erinnert sie an ein hochindividuelles und chi riertes Kunstwerk. Wie auch immer gemixt, letzten Endes interessiert uns eine neue und ungewohnte Form der Mischung, eine poetisch unverbrauchte Stimmung und eine frappante Ortgestalt.

 

 

       

rev. 19.02.2017
buschmann@arch.ethz.ch

 

 

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