Herbstsemester 2015
Rebhaus Chillesteig Zürich Höngg



   

analogie
Als Analogie bezeichnen wir ein Entwurfsverfahren, das durch Nachahmung und Verfremdung aus bereits vorhandenen Architekturen eine neue herstellt. Notgedrungen sind diese bestehenden Architekturen – wir sagen auch Referenzen – bereits gebaute, genutzte Dinge und daher älteren Datums. Bleiben die Referenzen ganz oder teilweise erkennbar, sprechen wir von historisierendem Ansatz; verfremden wir jedoch verschiedene Referenzen derart kunstfertig, dass sie zur neuen Einheit ohne kollektive Herkunftsspuren verschmelzen, handelt es sich um einen modernen und uns eher fremden Entwurfsansatz.

DIE ARCHITEKTUR DES WEINES
Schon im frühem 19.Jahrhundert gelang es den Winzern das Château zum Markenzeichen mit aristokratischem Klang zu machen. Architektur und Wein gehen gut zusammen. Die exzellente Gestaltung von Landschaft, Haus und Raum, zusammen mit hochwertiger Innen- und Ausstellungsarchitektur verleihen dem Rebhaus – bestehend aus öffentlichen und halböffentlichen Funktionen wie Kelterei, Degustation, Show und Museum – eine unwiederholbare, eben eine spezifische Stimmung.

EIN ENSEMBLE MIT DEM BESTAND
Der Rebberg Chillesteig, unterhalb des Friedhofs Höngg situiert, öffnet sich nach Süden zur Europabrücke und Limmat. Zwei Strassen, Am Wasser und Winzerstrasse begrenzen die südliche Parzellengrenze, ein steiler Chillesteig teilt die Parzelle in zwei ungleiche Grundstücksteile ein. Referenzen für Gestalt und Stimmung sind dominant dem unmittelbaren Kontext zu entnehmen, also der Höngger und Zürcher Architektur.

 

 

       

rev. 09.02.2016
buschmann@arch.ethz.ch

 

 

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