frÜhjahrsemester 2013
WOHNEN – ATRIUM AM KLINGENPARK



   

INDUSTRIEQUARTIER
Die Block-, Park- und Strassenordnung des 19.Jahrhunderts prägt das Quartier. Es gibt geschlossene und segmentierte Blockränder, vereinzelt mit klar definierten Atriumshöfen im Innern der Blöcke, jedoch mehrheitlich mit chaotisch und additiv überbauten und durchparzellierten Hinterhöfen. Der Block, in dem sich unsere Bauparzelle befindet, ist durch die Limmat-, Ausstellungsstrasse, sowie durch die Hafner- und Baumgasse begrenzt. Der benachbarte Park vor der Hochschule für Gestaltung, die "Klingenanlage", bildet einen dominanten öffentlichen Aussenraum am Ort. Die Segmentierung, der geschlossene Rand und die Baulücke charakterisieren unsere vier Blockränder. Die Bauten sind durch Nutzung, Stil und Grösse sehr unterschiedlich, im besten Fall kann man vom Ensemble-Ansatz reden, den es auszuarbeiten gilt. Die Überbauung an der südlichen Ecke, sowie die Gewerbebauten im Hinterhof dürfen abgerissen werden.

APPARTEMENTSHOTEL AM ATRIUM
Mehrheitlich Geschäftsleute, die für einige Arbeitswochen in Zürich weilen, mieten möblierte Appartements in der City-Nähe. Im Erdgeschoss werden Gewerberäume projektiert, die zum Teil als Dienstleitungen für die Appartements funktionieren. Die bestehende Einstellhalle ist zu ergänzen. Die Attraktion des neu gestalteten Hofes ist als Atrium zu entwerfen. Hierzu dürfen die Hoffassaden der bestehenden Bauten durch Vorbauten und Umbau verändert werden. Mit einer öffentlichen Durchwegung wird das Atrium mit der Klingenanlage verbunden.

ENSEMBLE
Das, was ist und das, was kommt, bilden ein Ensemble, wobei man darunter weder Kontrast, noch Gestalteinheit versteht. Man verwebt dialogisch die eigene Architektur mit dem Ort. Man ahmt die bestehende lokale Umgebung nach, vermischt diese Bilder mit den neuen Bildern der Appartements und verfremdet das Ganze dann so, dass eine altneue Stimmung entsteht. Der analoge und altneue Entwurf ist ein pluralistischer Ansatz, der vieles möglich macht, jedoch Solitäre und Skulpturen verhindert. Logischerweise haben wir stets die Errungenschaften einer "Città Analoga" gegenüber jeder radikalen und neomodernen Utopie verteidigt. Wir gehen von einem Zürichbild als Little Big City aus, mit vielen unter-schiedlichen , charakteristischen Orten, welche man ergänzen und verbessern, jedoch nicht mit der globalen Architektur zupflastert.


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rev. 27.08.2013
buschmann@arch.ethz.ch

         

 

 

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