Frühjahrssemester 2010
WAGNERHAUS AM KREUZPLATZ FLEXIBLE GROSSWOHNUNGEN



   

QUARTIER DES 19.JAHRHUNDERTS
Der Ort ist durch Kreuzplatz, Zollikerstrasse, Wagnergasse und Ottenweg definiert. Geschlossene und segmentierte Blöcke aus dem 19.Jahrhundert bilden das referentielle, urbane Muster. Der Durchgangsverkehr im Norden belastet die Parzelle stark. Die südliche Seite öffnet sich zum ruhigen Quartierteil. Die Obergeschosse weisen eine Panoramasicht auf die Zürcher Innenstadt auf.

GROSSWOHNUNGEN

Man entwirft Familienwohnungen im oberen Preissegment. Der Grundriss muss flexibel typologisiert werden. Kinder ziehen aus, ein Teil der Wohnung wird untervermietet, die Grossmutter, ein erwachsenes Kind oder ein Dauergast ziehen ein und benötigen einen separat erschlossenen Teil mit eigenem Sanitärbereich und kleiner Kochnische. Die Wohnungen sind auch für eine Wohngemeinschaft von Alleinerziehenden oder für eine gehobene Seniorengruppe bestimmt. Den Midcomfort ergänzen u.a. grosse Outdoors als Wintergarten, mehrere Reduits, individuelle Waschküchen und Sanitärzimmer mit Wellnessstufe. Im Erdgeschoss befinden sich neben Gewerberäumen und Anlieferung auch grosse Eingangshallen, Velo-. Buggies- und Abfallräume.

ENSEMBLE
Die Errungenschaften einer „Città Analoga“ allerdings sind gegenüber jeder neoliberalen und neomodernen Utopie zu verteidigen. Sie setzen einerseits einen präzisen Rahmen des zu Bewahrenden, lassen andererseits jeder kontextuellen Interpretation genügend Raum. Und wenn uns in der Nacht dennoch Angst und Ungewissheit überfallen, so bedenken wir, dass die bösen Buben des globalen und virtuellen Zeitalters auch nur pokern.
Bei allen Überlegungen, die wir über den Städtebau anstellen, gilt es, die Erfahrungen aus den vergangenen Stadterneuerungen nicht über Bord zu werfen. Zukunftsvisionen haben stets den Beweis zu erbringen, dass sie die heutige urbane Qualität der Little Big City zumindest erhalten.

       

rev. 01.10.2010
buschmann@arch.ethz.ch

 

 

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