Nicolas Guex Jonathan Roider Stephan Roggo Christoph Widmer David Dalsass
 

Frühlingssemster 2008
COUTURIERHAUS LIMMATQUAI, ZÜRICH



   

LIMMATQUAI 96
Das Eckhaus am Limmatquai auf der Höhe der Rudolf Brun Brücke – heute mit seinen Annexbauten als Parfumerie- und Schuhladen genutzt – wird samt der Haifischbar neu gebaut. Einst zwischen E-Gräben als Hinterseiten zum Wasser hin orientiert, zeigen sich heute die einzelnen Silhouetten der Häuserfronten in einer heterogenen Mischung unterschiedlicher Giebelseiten und Traufhöhen. Die „Freie Limmat“ und das „Gebaute Niederdorf“ verleihen dem Ort das Spezifische.

COUTURIERHAUS
Die Szene der Zürcher Modemacher erhält ein attraktives „Schaufenster“ an prominenter Lage am Limmatquai. Nicht das Primat eines Labels steht im Vordergrund, sondern das Handwerk der Modekunst.
Ausstellung, Laden und Produktion „Made To Measure“ charakterisieren das Programm des Hauses. Darüber liegende Wohnungen entsprechen dem Nutzungsmix an schönster Lage in der Limmatstadt gegenüber der Urania, zwischen Central und Bellevue.

TENDENZ
Als altneue Analogie bezeichnen wir ein Verfahren, das durch Nachahmung und Verfremdung aus bereits vorhandenen Architekturen eine Neue herstellt. Notgedrungen sind diese bestehenden Architekturen – wir sagen auch Referenzen – bereits gebaute, genutzte Dinge und daher leicht patiniert. Das Neue in der Mischung bindet vorhandene Konflikte und Fragmente des Ortes ein. Weniger eine „forme forte“, sondern eine als Ensemble gestaltete Gruppe von Bauten gilt es zu formen. Das Bindemittel: Lokalkolorit von Farben und Texturen, Korrespondenzen in Kubatur und Silhouette, ein Stimmungsmix von Stilen, Zeitgeist und Verfremdung.

       

rev. 10.03.2009
buschmann@arch.ethz.ch

 

 

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